Das perfekte Kinderzimmer für ein Mädchen – So sollte es eingerichtet sein

Ein Kinderzimmer einzurichten ist sowohl zeit- als auch kostenaufwändig. Daher ist der Gedanke es alle 3 Jahre neu zu gestalten für die meisten von uns wahrscheinlich nicht sehr angenehm. Unzählig viele künstlerische Inspirationen für altersspezifische Zimmer vom Baby bis zum Teenager sehen zwar toll in Katalogen aus, sind aber meist sehr unpraktikabel. Das perfekte Kinderzimmer sollte mit dem Mädchen wachsen und anpassungsfähig sein.

Ein solcher Raum sollte nicht einfach schlicht und erwachsen daherkommen, sondern in der Lage sein verspielt und kindlich, aber auch funktional und cool für eine Jugendliche auszusehen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig einige Richtlinien zu befolgen:

1. Neutrale und zeitlose Farben für die Wände

In einem Haushalt mit Kindern ist das einzige, was sich nicht ändert, dass sich immer alles ändert. Schon morgen sind Dinge wie Musik, Kleidung und Spielzeug, welche gerade noch das tollste der Welt waren, langweilig und „uncool“. Und genau wie diese Dinge sind auch knallige Farben dem ständig wechselndem Geschmack von Kindern unterworfen. Fast jedes kleine Mädchen möchte eine Prinzessin in einem pink-rosa-glitzerndem Schloss sein. Einige Jahre später würden solche Töne allerdings statt Begeisterung Brechreiz auslösen.

Damit das Zimmer nie solche Probleme auslöst, sollten die Wände in stilvollen, einigermaßen neutralen Farben gehalten sein. Für ein Mädchenzimmer bieten sich hierbei zum Beispiel ein dunkles Violett oder Pastellfarben in Gelb, Beige oder Braun an, als Akzent ist auch eine intensivere Farbe wie Pink möglich. Wichtig ist es jedoch hierbei nicht zu viel dunkle Farben in den Raum zu bringen, sondern mit hellen Wänden Auflockerung zu schaffen. Besonders die Decke sollte möglichst immer in weiß gehalten sein, damit das Zimmer nie eng, dunkel oder bedrückend erscheint. Auch sollten nie mehr als zwei oder maximal drei verschiedene Farbtöne zur Anwendung kommen, sonst wird aus anpassungsfähig und zurückhaltend schnell überladen und „kitschbunt“.

2. Die Möblierung

Auch hier gilt: anpassungsfähig ist die Devise. Natürlich sieht das Fenn- oder Prinzessinnenbett mit Spielrutsche im ersten Moment für jedes kleine Mädchen absolut perfekt aus. Aber diese Begeisterung hält meist nicht lang und bald wird das ersehnte Möbelstück langweilig. Am besten ist es einmalig in ein konvertibles Bett zu investieren, welches auch für eine Jugendliche noch angemessen ist. Es gibt sogar bereits Gitterbetten, welche man später zu einem normalen Kinderbett umbauen kann.

Genauso verhält es sich mit Tischen, Sesseln und Lampen. Ein höhenverstellbarer Tisch, eine anpassungsfähige Sitzgelegenheit (wie zum Beispiel ein Sitzsack) und eine schlichte Stehlampe können mit der richtigen Deko, einem farbigen Bezug und zum Beispiel einer bunten LED-Leuchte für ein kleines Mädchen genau so aufregend sein, wie bunte Kunststoffmöbel und „Hello Kitty“ Lampen.

Wenn der Platz ausreicht, sollte das Zimmer außer dem obligatorischen Schreibtisch am besten noch eine Sitzecke enthalten, in der man entspannen und dem Stress entkommen oder mit den Freundinnen quatschen kann.

3. Austauschbare Akzente und Accessoires

Jeder der Kinder hat weiß: sie sind sehr schnell gelangweilt. Damit das neu und wohlüberlegt eingerichtete Kinderzimmer Ihrer Tochter nicht bald wieder zu uninteressant ist, bieten sich farbige Akzente und Accessoires, z.B. in Form von Spielzeug oder Textilien an, um den Raum persönlicher zu gestalten und besser an das Alter anzupassen. Wenn man Prinzessinnen-Bettwäsche, Puppenhaus und Disney-Plakate gegen einfarbige Bezüge, eine Gitarre und das Poster der neuen Lieblingsrockband tauscht, wird aus dem verspielten Zimmer in Windeseile das Domizil einer rebellischen Teenagerin.

Auch farbige Akzente wie Sesselbezüge, Gardinen oder Lampenschirme können einen großen Unterschied erzeugen, wenn sie statt dem ursprünglichen Hellgrün oder Rosa durch Taupe, Dunkelblau oder Grau ersetzt werden.

Blütenförmige Muster in der Tapete oder der Wandfarbe stehen bei vielen Mädchen hoch im Kurs und können, wenn sie schlicht genug sind, das Zimmer interessanter gestalten und sich altersunabhängig in das Raumkonzept einfügen. Ebenso können wirklich schlichte Tiermotive sowohl ein Kinderzimmer abenteuerlich gestalten, als auch ein Jugendzimmer modisch aufwerten.

Pflanzen sind abhängig vom Alter ebenfalls eine tolle Ergänzung. Eine pflegeleichtes und nebenbei noch hübsches und wohlriechendes Gewächs wie Lavendel rundet ein Zimmer nicht nur ab und gibt ihm einen wohnlichen Charme sondern lehrt auch Verantwortung.

4. Stauraum

Das wichtigste in einem Mädchen-Kinderzimmer ist der Platz in Schränken und Regalen. Während es anfangs noch um Puppen, Spielzeug und Plüschtiere geht, welche natürlich alle irgendwo unterkommen müssen, so sind es später vor allem die vielen heißgeliebten Kleidungsstücke, deren Sammlung ständig anwächst, welche sehr viel Stauraum brauchen.

Auch hier gilt es frühzeitig an die Zukunft zu denken. Einem kleinen Mädchen ist es wahrscheinlich relativ egal, wie ihre Spielsachen aufbewahrt werden. Daher empfiehlt es sich statt Kunststoffkisten und bunten Regalen gleich Aufbewahrungsmöglichkeiten anzuschaffen, welche auch einer Jugendlichen gefallen. Geflochtene Körbe und Holzschalen eignen sich wunderbar für kleinere Gegenstände. Stabile Regale und Bücherschränke finden unabhängig vom Alter Verwendung und ein großer Kleiderschrank ist definitiv eine lohnenswerte Investition.

Besonders, wenn wenig Platz vorhanden ist, bietet es sich an mit Unterbettkommoden, oder Bettkästen zusätzlichen Stauraum zu generieren. Hat das Zimmer eine sehr hohe Decke (wie in den meisten Altbauten) lohnt es sich oft, wenn das Kind ein gewisses Alter erreicht hat, auch das Bett mit einem Gestell in ein Hochbett zu verwandeln. So entsteht zusätzlicher Raum, welcher einen Schrank, ein Sofa oder sogar den Schreibtisch beherbergen kann.

Alles in allem gibt es viele Möglichkeiten ein tolles Kinderzimmer für ein Mädchen einzurichten. Perfekt wird es jedoch dadurch, dass das Kind selbst es zu seinem eigenen macht. Lassen Sie auch ihrer Tochter selbst ein Wort bei der Einrichtung des Zimmers. Kinder, insbesondere Mädchen, verbringen einen großen Teil ihrer Kindheit und Jugend in diesem einen besonderen Raum. Es ist kein einfaches Schlafzimmer sondern ein Raum des Spielens, Lernens und Erlebens, welcher für immer im Gedächtnis bleiben wird.


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