Selbständiges Trinken lernen mit einem Trinklernbecher

Der Saugreflex ist bei Babys angeboren und muss nicht gelernt werden. Anders ist es mit dem Trinken aus einer Tasse oder aus einem offenen Becher. Das müssen die Kleinen erst lernen. Wann dem Baby ein Trinklernbecher und später ein normaler Becher und eine kleine Tasse in die Händchen gegeben werden, das entscheiden Eltern individuell sehr unterschiedlich.

 

Der früheste Zeitpunkt, um zu lernen aus einem Trinklernbecher zu trinken, ist in etwa der sechste Monat. Viele Eltern geben dem Baby anfangs einfach eine kleine Flasche selbst in die Hand. Das Baby kann so selber die Flasche halte und in Ruhe Nuckeln.

 

Wichtig hierbei ist der Inhalt der Flaschen(siehe auch: Das richtige Getränk für Babys und Kleinkinder). Außerdem sollte das Baby nicht dauernd die Flasche in der Hand haben und eventuell nur zur Beruhigung daran saugen.
Der nächste Schritt ist dann der Trinklernbecher. Aber wie aber soll ein guter Trinklernbecher beschaffen sein? Hier haben Eltern die Qual der Wahl, denn die Angebote sind bunt und vielfältig.

Trinklernbecher im Test

Ökotest hat verschiedene Trinklernbecher und Trinklerntassen einem gründlichen Test unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Produkte kinderfreundlich, frei von Schadstoffen, Geschmackseinflüssen und gut zu handhaben sind. Zehn von zwölf Bechern und Tassen schnitten dabei mit „sehr gut“ ab, zwei mit „gut“. Eine Fehlentscheidung kann also kaum getroffen werden. Die Trinklerngefäße enthielten weder Weichmacher noch deren schädliche Alternativen und auch keinerlei Schwermetalle.

 

Wie die Babyflaschen sind die Becher und Lerntassen pflegeleicht und geeignet für den Geschirrspüler. Alle Lernbecher sollten nach dem Kauf immer gründlich abgewaschen oder in den Geschirrspüler gesteckt werden. Im Internet gibt es viele Anleitungen wie man einen Trinklenbecher reinigt.

 

Es gibt verschiedene Variationen von Trinklernbechern. Sehr beliebt sind die Drei-Stufen-Becher mit weichem Sauger, bei dem das Kind die Trinkmenge selbst reguliert, Schnabelaufsatz und abnehmbarem Deckel. Andere Varianten haben nur Schnabel und Deckel. Zum sehr frühen Lernen eignen sich die weichen, auslaufsicheren Sauger sehr gut. Wird das Baby vielleicht erst im achten Monat mit dem Becher bekannt gemacht oder später, ist allerdings der Schnabel völlig ausreichend.

 

Dennoch müssen Eltern beim Trinkenlernen wie beim selbstständigen Essen in Kauf nehmen, dass halt anfangs was danebengeht. Die Kinder nehmen die Deckel ab und stecken die Finger ins Getränk oder werfen die Becher um. Es gehört nun einmal zum Lernen, dass zu Anfang herumprobiert wird, was sich mit den Dingen alles anfangen lässt.

Babys wollen nachahmen

Die beste Voraussetzung, dass das Baby selbstständig das Trinken lernt, sind die gemeinsamen Mahlzeiten, zu denen es auch Getränke gibt. So sieht das Kleine von Anfang an wie Erwachsene und Geschwister Glas und Tasse handhaben und möchte dem nacheifern. Weder eine Flasche noch ein Trinklernbecher sollte das Kind beim Spielen direkt bei sich haben. Wenn das Kind laufen kann, kann etwas Wasser oder ungesüßter Tee im Becher auf einem Tisch stehen. Umso sicherer weiß das Baby und Kleinkind, dass Getränke keine Spielzeuge sind. Unterwegs sollte allerdings ein Trinklernbecher dabei sein, wenn man länger mit dem Kleinen draußen ist, unabhängig von der Jahreszeit. Die Becher sollten täglich gründlich gereinigt werden. Am besten hat das Kind zwei bis drei Trinklerngefäße.

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