Erziehungstipps für Eltern

Das dritte Mal steht Papa auf, um aus der Küche irgendwas zu holen. Die Kleine verteilt auf dem Tisch Pasta mit Soße und der Große spielt gelangweilt auf seinem Smartphone. Während dieser Zeit genießt niemand das Essen. Die Mama ist entnervt und nur damit beschäftigt, das Chaos zu begrenzen …
Kommen Ihnen die Szenen bekannt vor? Wenn ja, dann haben wir die perfekten Tipps, wie Kinder entspannt und spielerisch gute Tischmanieren erlernen können.

Konsequent Vorbildfunktion ausüben

Am Anfang sollten Erziehungsberechtigte festlegen, auf welche Tischregeln sie großen Wert legen und sich natürlich selbst konsequent daran halten. Denn ohne Frage imitieren Kinder die Erwachsenen und Kleinkinder können noch nicht entscheiden, was richtig oder falsch ist. Sind die Kinder schon älter, kann die Familie daraus ein Spiel machen: Wer gegen die Regeln verstößt, räumt die Spülmaschine ein oder steckt 50 Cent in das Familiensparschein. Die angesparte Summe wird später gemeinsam bei einem Familienevent verprasst.
Tipp:
Spielsachen, Handy & Co. aus dem Essbereich verbannen. Nur so ist es möglich, in Ruhe zu essen, sich gegenseitig Aufmerksamkeit zu schenken und unterhaltsame Gespräche zu führen.

Basics frühzeitig erlernen

Los geht es, wenn Kleinkinder selbstständig anfangen zu essen und zu trinken. Schon in dieser Anfangsphase sollten Erwachsene auf altersgerechte Manieren und den richtigen Umgang mit dem Besteck bestehen. Weiterhin soll den Kleinen vermittelt werden, dass Essen kein Spielzeug ist und ohne Umwege vom Teller in den Mund gelangen muss. Außerdem:
– den Sprösslingen kindgerechte Arbeite übertragen,
– erklären, warum Nahrungsmittel wertvoll sind und
– das nichts davon in der Mülltonne landen soll.
Tipp:
Jeder isst sein Essen! Wenn das Kind ein kleiner Räuber ist und ohne zu fragen von anderen Tellern Essen stibitzt, dann hat das nichts mit gutem Benehmen zu tun.
Übernehmen Sie mal selbst die Rolle des Kindes – wetten, das gefällt Ihrem Sprössling ganz bestimmt nicht.

Toben, Streit und Geschrei sind verboten

Mucksmäuschenstill muss es nicht sein, aber eine gewisse Ruhe ist für alle Beteiligten am Tisch angenehm. Schließlich dienen gemeinsame Mahlzeiten nicht nur der allgemeinen Sättigung, sie bedeuten auch ein geselliges und höfliches Miteinander. Natürlich klappt das nicht sofort, doch auch hier heißt das Zauberwort: Geduld. Überfordern Sie die Kinder nicht und erklären Sie beispielsweise, warum man mit dem Essen wartet, bis alle am Tisch sitzen oder warum man sich für das Lieblingsessen bedankt.
Tipp:
Spielen Sie beispielsweise Zuhause Restaurant, kaufen Sie hübsches Kindergeschirr und achten Sie auf das Benutzen von „bitte“ und „danke“. Die eigenen Erfahrungen vermitteln dem Kind Wertschätzung und machen sie zukünftig zu guten Gastgebern und guten Gästen.

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