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Insektenschutz am Strand für Kinder

Mit den warmen Sommertagen und vielen Strandbesuchen gehen leider auch Zecken, aber vor allem Wespen und Mücken einher. Die Nachts juckenden und häufig auch schmerzenden Stiche sind insbesondere für Babys und Kinder unangenehm. Zum Glück können die meisten Stiche ganz leicht behandelt werden, klingen relativ schnell wieder ab und sind harmlos.

Achtung!

Die im Handel erhältlichen Mittel wie Lotionen, Gele oder Sprays, eignen sich in den meisten Fällen weder für Babys noch für unter zweijährige Kinder. Es kann zu allergischen Reaktionen kommen, da die darin enthaltenen Wirkstoffe die Schleimhäute der kleinen reizen.


Auf ätherischen Ölen basierende Antimücken-Mittel und sogenannte Antimücken-Armbänder weisen kaum eine Wirkung auf. Zudem kann es auch durch ätherische Öle zu allergischen Reaktionen kommen, da diese ebenfalls Haut und Schleimhäute reizen.


Desweiteren raten Experten von Mückensteckern mit Biozidverdampfern ab- mit der Giftigkeit gegenüber den Schädlingen steigt auch die Gefahr für Menschen- besonders für die jüngeren unter uns.

Luftige Kleidung

Eine für Kinder absolut unbedenklich und zugleich sehr wirksame Methode, ist das Aussperren der Insekten. So können zum Beispiel praktische Insektenschutznetze am Kinderwagen oder Tragekörbchen befestigt werden, sodass Mücken und ähnliches Getier gar nicht erst an die Kleinen herankommen.


An Tagen, an denen die Sonne nicht allzu sehr knallt, können außerdem luftige und helle Kleidung Abhilfe schaffen. Im besten Fall werden auch Beine und Arme bedeckt, so gibt es auch hier kein herankommen für die Insekten. Abgeraten wird hingegen von gemusterter und vor allem greller Kleidung, da Insekten von dieser regelrecht angezogen werden. Am besten geeignet sind Kleidungsstücken, die aus Leinen- oder Baumwollstoffen bestehen. Chino- oder Pumphosen, beziehungsweise allgemein nicht zu eng anliegende Oversize-Schnitte sind nicht zu warm, schützen die Kinder aber dennoch vor Stichen. Zudem empfiehlt sich ein luftiger Sommergut oder ein Basecap um Sonne und Ungeziefer vom Kopf der Kleinen fernzuhalten.

Insektenschutzmittel

Kinder, die ihr erstes Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen überhaupt nicht mit Repellentien- wie die handelsüblichen Insektenschutzmittel genannt werden- in Berührung kommen. Nach 12 Monaten vertragen Kleinkinder immerhin auf EBAAP (Ethyl-Butylacetylaminopropionat), allerdings müssen diese äußerst sparsam aufgetragen werden. Die Empfehlung ist jedoch, bis zum Alter von 24 Monaten vollkommen auf diese Mittel zu verzichten, da Babys und Kleinkinder häufig die Angewohnheit haben, alles mit dem Mund zu erkunden und so auch Arme und Hände in den Mund zu nehmen. In diesem Fall würden die Insektenschutzmittel wieder mit den Schleimhäuten in Kontakt geraten.


Ab dem Alter von zwei Jahren werden spezielle Mittel vertragen, die vor Zeckenbissen und Insektenstichen schützen. Extra für Kinder hergestellte Insektenschutzmittel enthalten viel geringere Konzentrationen an Wirkstoff, als für Jugendliche und Erwachsene ausgelegte Mittel.


Repellentien, welche DEET (Diethyltoluamid) enthalten schützen vor allem gegen Mücken, die tagsüber und in der Dämmerung aktiv sind. Durch sie werden die Insekten über Stunden hinweg vom Stechen abgehalten. Aber wie fast immer gilt: mit der Wirkung gehen auch Nebenwirkungen einher. Am Strand empfehlen sich deswegen eher Produkte, die Icaridin beinhalten. Sie sind besser verträglich und bei nicht-tropischem Klima völlig ausreichend. Bei einer Konzentration von gerade mal 10% werden die Schleimhäute kaum belastet.

Stiche von Insekten behandeln

Auch die beste Vorsorge ist nicht immer ausreichend- was gilt es also zu tun, wenn das Kind doch mal gestochen wurde?


Ungestochen kommt sogut wie niemand durchs Leben. Aber das ist nicht schlimm, denn die allermeisten durch Insekten verursachten Stiche heilen schnell ab. Sie können- wenn überhaupt notwendig- in Selbstbehandlung gepflegt werden. Auf diese Weise kann man Stiche von Insekten behandeln.

Nur bei Wespenstichen ist etwas mehr Vorsicht geboten. Gerade wenn es zu einem Stich im Rachenraum kommt. Hier treten häufiger allergische Reaktionen auf- es kann zum raschen Anschwellen und einer Rötung des Rachenraums, zu Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Atemnot oder sogar Bewusstlosigkeit kommen. In diesem Fall muss unbedingt und sofort ein Arzt aufgesucht werden.


Um allerdings harmlose Stiche zu behandeln, gibt es einige Mittel die sich für die sommerliche Hausapotheke und am Strand empfehlen. Dabei muss es sich nicht mal um aus der Apotheke erstandene Gele handeln. Es gibt viele Hausmittel die genauso gut helfen und eine Menge Geld sparen. Zwar sind in vielen dieser Gele anti-allergisch wirkende Antihistaminika enthalten, jedoch ist der Wirkstoff häufig gar nicht in der Lage, tief genug in die Haut vorzudringen um wirklich eine Linderung des Juckreizes herbeizuführen. Die hier erzeugte Linderung wird lediglich durch den Kühleffekt beim Verdunsten des in den Mittel enthaltenen Wassers hervorgerufen.


Bei allergischen und heftigen Reaktionen auf einen Stich, kann zu Salben, welche Hydrokortison enthalten, zurückgegriffen werden. Diese sollten jedoch lediglich kurzzeitig Anwendung finden und nur mit Rücksprache eines Apothekers oder mit dem Kinderarzt.


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