Mit Kindern die Welt der Musik entdecken

Spielerisch mit Kindern Musik entdecken

Obwohl Musik von existenziellen kultur- und gemeinschaftsstiftenden Wert einer Gesellschaft ist, wird Musikalität oft mit einer strengen Beurteilung oder Auslese assoziiert. Das Musikalität gerade Kindern nicht so vermittelt werden soll, bedingt bereits der Umstand, dass Musik bewegt und die Menschen miteinander verbindet. Deswegen haben sich mittlerweile auch die meisten Kindergärten ein ganz neues Musikverständnis auf die Fahnen geschrieben. Anstatt strenger Auslese wird von ihnen jedes einzelne Kind als geborener Musikkünstler wahrgenommen. Nicht nur Singen und Musizieren ist so zu einem alltäglichen Ritual in einem jeden Kindergarten geworden. Viele Nachmittage werden darüber hinaus spielerisch damit verbracht, dass die Kleinen als Klangforscher und -gestalter tätig werden sollen. In spannenden Experimenten lernen sie dabei ihre Wahrnehmung zu schärfen und genau hinzuhören. Wie das in der praktischen Umsetzung aussieht, verrät der folgende Artikel.

Tipp: Hinweise zu bekannten Musikern gibt es übrigens hier: www.musiker-steckbriefe.de

Spannende Musikexperimente für Kinder

In Kitas sind Kinder neuerdings dazu angehalten, genau hinzuhören. Wie klingen etwa die Schritte des kleinen Oskars auf dem Flur, der in diesem Moment Gummistiefel trägt? Oder welche Geräusche entstehen beim Händewaschen? Wie hört sich eigentlich fließendes Wasser an? Diese und viele weitere Fragen zeigen, dass sich musikalische Erfahrungen aus direkten Alltagssituationen ergeben und von Erzieherinnen und Erziehern bewusst genutzt werden können, um Hemmschwellen abzubauen und spielerische Zugänge zur Musik zu ermöglichen. Das musikalische Angebot ist damit nicht mehr streng vorstrukturiert und durchgeplant wie sonst in allen Lehrplänen der Fall ist, sondern in seinen Ergebnissen durchaus offen, um die Partizipation und Entdeckerfreude des Kindes zu fördern.

Musik als angeborene Ausdrucksbewegung

Dem spielerischen Konzept der Kitas sich spontan den musikalischen Alltagserlebnissen zu nähern liegt die Annahme zugrunde, dass die musikalische Aktivität eine angeborene Ausdrucksbewegung ist, über die ein jeder Mensch verfügt. Dass Musik als Ausdrucksbewegung von den Kindern erlernt werden muss, ist somit gar nicht mehr nötig, zumal auch kein Pädagoge sie vermitteln könnte. Vielmehr entfaltet sich das musikalische Gespür eines jeden ganz individuell, wenn Musik erst einmal Raum gegeben wird. Nach diesem Verständnis ist sowohl jedes Kind, aber auch jeder Erzieher ganz individuell musikalisch, sofern einem jedem Individuum Raum und Zeit gegeben wird, sich mit seiner eigenen Musikalität auseinanderzusetzen. Dass das spielerische Entdecken von Musik mit Kindern demnach keinen strengen Regeln folgen muss, bedingt dieser Umstand und das Verständnis, dass Musik eine angeborene Ausdrucksbewegung ist. So darf es dann auch nicht verwundern, dass in den Kindergärten ein Umdenken stattgefunden hat und die spielerische Entdeckung, aber auch die Partizipation des Kindes durch Musik gefördert werden soll.